Unsere Forderungen
Wofür wir stehen – politisch & gesellschaftlich
Wir machen queeres Leben sichtbar – und wir benennen, was sich dafür ändern muss. Unsere Forderungen richten sich an Politik, Verwaltung, Bildung, Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie stehen für Respekt, Sicherheit und echte Teilhabe – und für eine Stadt, in der queere Menschen selbstverständlich dazugehören.
Wir verstehen diese Forderungen nicht als „Wunschliste“, sondern als konkreten Auftrag: Diskriminierung muss konsequent bekämpft, Schutzräume müssen verlässlich gesichert und queere Vielfalt muss in allen Lebensbereichen mitgedacht werden – von Schule und Jugendhilfe bis zur Gesundheitsversorgung, von Kultur und Sport bis zur Arbeitswelt.
Wir erwarten Verantwortung und handeln selbst mit: durch Aufklärung, Kooperationen, politische Gespräche und das konsequente Einfordern von Rechten. Wer diese Ziele teilt, ist eingeladen, mit uns an konkreten Verbesserungen zu arbeiten – in Leverkusen und darüber hinaus.
Wir fordern…
- … die dauerhafte kommunale Förderung queerspezifischer Beratungsangebote (inkl. Krisen- und Antidiskriminierungsberatung), damit Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität in Leverkusen nachhaltig gestärkt werden.
- … eine nachhaltige Stärkung queerer Jugendarbeit in Leverkusen – mit qualifizierter Beratung für Eltern/Angehörige, niedrigschwelligen Angeboten für junge Menschen und verbindlichen Schutzkonzepten in Jugend- und Freizeiteinrichtungen.
- … verbindliche Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in allen Bildungsbereichen (Kita, Schule, Ausbildung, Hochschule, Erwachsenenbildung) – als fester Bestandteil von Antidiskriminierungsarbeit und Prävention.
- … wirksame Schutzkonzepte gegen Queerfeindlichkeit in Schulen, Sport, Kultur, Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen – inklusive Ansprechstellen, Meldewegen, Fortbildungen und konsequenter Intervention.
- … die konsequente strafrechtliche Verfolgung von Hasskriminalität und queerfeindlicher Gewalt sowie bessere Erfassung, Anzeigeunterstützung und Opferschutz, wenn Menschen aufgrund ihrer (zugeschriebenen) sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität angegriffen werden.
- … eine klare Haltung der Stadt gegen diskriminierende Propaganda und Desinformation – und eine aktive, sichtbare Unterstützung von Vielfalt und Menschenrechten im öffentlichen Raum.
- … die Anerkennung und Unterstützung geschlechtlicher Vielfalt – statt eines veralteten Verständnisses von Geschlecht als rein binärem Konstrukt – in Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Sport und Kultur.
- … ein diskriminierungsfreies Selbstbestimmungsrecht und eine konsequente Umsetzung in der Praxis (u. a. in Behördenabläufen), damit trans, inter und nicht-binäre Menschen** ohne Hürden zu ihrem Recht kommen.
- … Gleichstellung queerer Paare und Familien im rechtlichen und medizinischen Kontext – z. B. durch faire Zugänge zu Familienplanung und die Beseitigung struktureller Benachteiligungen.
- … besseren Schutz vor Diskriminierung von HIV-positiven Menschen sowie die Sicherstellung von Prävention, Versorgung und Behandlung (inkl. Aufklärung gegen Stigmatisierung) im Gesundheitswesen.
- … eine stärkere Förderung queerer Kunst- und Kulturprojekte in Leverkusen, die Vielfalt sichtbar machen, Normen hinterfragen und Räume für Perspektiven schaffen, die sonst zu oft ausgeblendet werden.
- … den Abbau cis-heteronormativer Strukturen in Verwaltung, Bildung, Arbeitswelt und Alltag, damit verschiedene queere Lebensmodelle nicht nur geduldet, sondern gleichberechtigt ermöglicht werden.
- … globale Solidarität mit queeren Communities – inklusive Schutz und Unterstützung queerer Geflüchteter sowie klare Positionierung gegen homo- und trans*feindliche Gesetze und Praktiken weltweit.
- … dass für alle Menschen die Freiheit gesichert wird, die eigene Persönlichkeit auszudrücken – einschließlich romantischer und sexueller Orientierung sowie geschlechtlicher Identität – ohne Angst vor Ausgrenzung oder Gewalt.
- … dass Anfeindungen und Gewalt keinen Raum haben – weder online noch offline – und dass Betroffene schnell Unterstützung bekommen: durch Beratung, Schutz, konsequentes Handeln und sichtbare Solidarität.
- … eine feste kommunale Ansprechstelle für LSBTIQ* in Verwaltung/Kommunalpolitik, die Zuständigkeiten bündelt, Prozesse verbessert und als verlässlicher Kontakt für Community und Träger dient.
- … barrierearme und inklusive Angebote in Kultur, Freizeit und Veranstaltungen – damit queere Menschen mit Behinderung, neurodivergente Menschen und Menschen mit Flucht-/Migrationsgeschichte nicht ausgeschlossen werden.
- … verbindliche Fortbildungen zu Vielfalt und Antidiskriminierung für Mitarbeitende in Verwaltung, Ordnungsdiensten, Bildung, Gesundheit und sozialen Einrichtungen.
- … dauerhafte strukturelle Förderung queerer Community-Arbeit als Bestandteil der kommunalen Kultur- und Sozialarbeit, damit Angebote nicht jedes Jahr bei null anfangen müssen.
Du willst unsere Arbeit unterstützen oder mit uns ins Gespräch kommen? Dann schreib uns über das Kontaktformular oder komm zu einem unserer Termine vorbei.